[Update] Nahversorgungszentrum in der Lessingstrasse in weiter Ferne ?

Im Juni 2015 habe ich über den Zustand des seit Jahren geplanten Nahversorgungszentrum in Speyer-West berichtet. Bis heute hat sich an der Situation nichts geändert auch in der Presse liest man nichts über dieses Thema. Es ist schon mehr als bedenklich wie hier mit der der Substanz von Neubauten umgegangen wird.  Lesen Sie meinen Beitrag vom Juni 2015.

Nahversorgungszentrum in der Lessingstrasse in weiter Ferne ?

Es ist ruhig geworden um das Nahversorgungszentrum in Speyer-West, eigentlich sollte ein Supermarkt in das Gebäude einziehen, aber wie in der Presse berichtet, kann dies noch längere Zeit in Anspruch nehmen. Nur die Post Filiale und das Gemeindepsychiatrisches Zentrum sind bisher in das Gebäude eingezogen. Ein kleiner Supermarkt wäre gerade für die die vielen älteren Menschen hier im Stadtteil sehr wichtig, er dient nicht nur zum kaufen von Lebensmittel sondern ist auch als Treffpunkt und Kommunikationsmittelpunkt. Die Lessingstrasse könnte hier aufgewertet werden und wieder stärker in den Mittelpunkt des Wohngebietes rücken.
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Es ist ja vorbildlich den Supermarkt als Integrationsbetrieb auszulegen, die Verantwortlichen hatten aber mehrere Jahre Zeit die nötigen Gespräche zu führen um alles in die Wege zu leiten. Denn beim Abriss des alten Gebäudes war schon geplant, das an gleicher Stelle wieder ein Supermarkt entstehen soll. Auch die anderen Geschäftsräume stehen leer, auch hier scheinen die Verantwortlichen nicht in der Lage zu sein, für die Vermietung zu sorgen.

Man darf gespannt sein bis wann das Gebäude komplett belegt ist und dem vorgesehen Zweck dient. Wer trägt eigentlich die Kosten für das Gebäude das nur einen Teil der geplanten Einnahmen erwirtschaftet. Es ist auch allgemein bekannt das Gebäude die nicht genutzt werden schneller verschleißen.

Heute am 8-Juni-2015 ist in „Der Rheinpfalz“ zu lesen das die Planungen vorsehen bis Ende 2015 den Supermarkt zu eröffnen.

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Update II: Speyer 100 % regenerativ; Ist die Energieerzeugung der SWS mit Windkraft rentabel?

„Die Rheinpfalz“ berichtete am 1.April unter dem Titel „Kleine Flaute beim Windkraft-Ausbau“ über die von den Stadtwerken Speyer (SWS) betrieben Windräder. Was die Pressesprecherin der Stadtwerke Speyer Frau Sachweh über die Windräder zum besten gab kann nur als Schönfärberei bezeichnet werden: „Das vergangene Jahr war nicht so ertragreich wie erhofft“. Sieht man sich die Fakten an, so spricht vieles dafür das die Windräder nie rentabel sein werden:

  1. Es ist mittlerweile bekannt das Windräder (zu denen auch die SWS Windräder zählen), die südlich der Achse Hannover –  Harz stehen, nicht rentabel zu betreiben sind.
  2. Alle Windräder der SWS stehen in Gebieten mit dem niedrigsten Windaufkommen (Windzone 1) in Deutschland.
  3. Frau Sachweh beziffert in einem Normaljahr die Volllaststunden bei 2000 bis 2200 Stunden. Die Wirschaftlichkeitsgrenze bei 20-jähriger Betriebsdauer sind 2000 Vollaststunden. Laut SWS wurden diese nicht erreicht, aus welchem Grund diese in Zukunft erreicht werden sollen ist nicht klar. Vergleicht man die Windgeschwindigkeiten in Trier, dort stehen vier Windräder der SWS, aus dem Jahr 2013 und 2014 so ergeben sich keine signifikanten Hinweise, die auf eine größere Windausbeute in der Zukunft schließen lassen. Link zu Niederschlagsrader
  4. Die zukünftigen Windräder der Stadtwerke sind ebenfalls in der Windzone 1 geplant. Also auch hier ist keine bessere Ausbeute zu erwarten.
  5. Die Rentabilität hängt zum Großteil an den Subventionen die für die Energieform gezahlt wird. Rechnet man diese heraus das sieht es sicherlich ganz düster auf. Die Subventionen werden ja auch von uns Bürgern bezahlt.

Den Hinweis von Fr.Sachweh das die Windräder auch bei „geringem Wind Strom erzeugen“ ist eine wirtschaftlich naive Aussage.

Die Frage ist auch warum beteiligen sich die Stadtwerke nicht an einem Offshore-Windpark bei dem die Ausbeute wesentlich höher ist. Wenn alles nach Plan läuft warum werden keine Fakten veröffentlicht die die Aussagen der SWS belegen.

Die Stadtwerke sind natürlich nur der verlängerte Arm des Speyerer Stadtrat, denn dieser hat diesen Unsinn, „Speyer 100% regenerativ“ beschlossen hat. Symptomatisch dafür ist, dass auf meine Mail (siehe Beitrag vom 1-März 2015) nur die „CDU“ und „Die Grünen“ geantwortet haben. Beide allerdings ohne inhaltlich auf meine Fragen einzugehen. Die Grünen haben den Erhalt der Mail bestätigt und die CDU hat die üblichen nichtssagende Antworten gegeben. Die restlichen Parteien haben noch nicht einmal reagiert.

Hier zeigt sich das die Politik und deren abhängigen Firmen nicht gewillt sind, die Bürger über die tatsächliche Situation bei der Speyerer Energiewende aufzuklären.  Ohne entsprechende Speichermöglichkeiten macht es keinen Sinn immer weiter in diese Art der Energieerzeugung zu investieren.

Update: SPEYER 100 % REGENERATIV; IST DIE ENERGIEERZEUGUNG DER SWS MIT WINDKRAFT RENTABEL ??

Die Rheinpfalz“ hat gestern auf dem Berliner Platz in Speyer einen Stand aufgebaut um mit dem Bürger direkt ins Gespräch zu kommen. Die Lokal Redakteure waren direkt vor Ort um die Themen aufzunehmen.

Ich habe die Möglichkeit genutzt um das Thema „Rentabilität der SWS Windräder“ anzusprechen. Die Redakteurin hat mir mitgeteilt sich dem Thema anzunehmen. Ein Hinweis darauf steht heute schon im Speyerer Lokalteil „Der Rheinpfalz“.

Speyer 100 % regenerativ; Ist die Energieerzeugung der SWS mit Windkraft rentabel ??

Ausgehend von der Entscheidung des Stadtrat Speyer vom 02.11.2010, ist die Energieerzeugung der SWS (Stadtwerke Speyer) ökologisch ausgerichtet, ein Teil davon auf die Windkraft. Am 11.09.2014 wurde im SWR ein Beitrag gesendet der sich mit der Rentabilität der Windräder in Rheinland Pfalz beschäftigt. Der Beitrag machte deutlich dass 1/3 der Windräder unrentabel sind und die Stadtwerke nur eine politisch gewollte Entscheidung der Stadträte umsetzten.

Daraufhin habe ich mich mit den Stadtwerken Speyer in Verbindung gesetzt und ein paar Fragen zur Rentabilität der SWS Windräder gestellt. Die Antworten waren ähnlich der Pressemitteilungen, bei denen die Windkraft in höchsten Tönen gelobt wird. Meine sachlichen Fragen wurden nur teilweise beantwortet  und genau die Fragen zur Rentabilität wurden unbeantwortet gelassen. Begründet wurde dies damit, das die Stadtwerke nur dem Gesellschafter zur Auskunft verpflichtet ist. Der Gesellschafter ist im Fall der SWS die Stadt Speyer.

Folgende Fragen habe ich an die Stadtwerke gestellt:

  • Wie wurden die Windgeschwindigkeiten der Standorte in der Planungsphase gemessen und speziell wie lange wurden die Geschwindigkeiten gemessen?
  • Wie sind die tatsächlichen aktuellen Stromgestehungskosten der SWS Windräder?
  • Wie hoch sind die Volllaststunden der einzelnen Windräder?
  • Weiterhin gibt es die Aussage, dass alle Windräder südlich der Achse Hannover –> Harz nur unrentabel zu betreiben sind. Wie stehen die SWS zu dieser Aussage?
  • Die Gebiete der Windräder befinden sich in einem Schwachwindgebiet (Windzone 1). Ist dies richtig? Wenn ja, sind die Windräder für Schwachwind ausgelegt?

Aus meiner Sicht würde schon ein Vergleich, der in der Planung zugrunde gelegten Volllaststunden, zu den tatsächlichen Volllaststunden ausreichen.

Am 12.01.2015 habe ich dann ein Mail an die Fraktionsvorsitzenden des Speyerer Stadtrats geschrieben. Leider habe ich nur von der CDU und den Grünen überhaupt eine Reaktion erhalten. Die CDU hat mir nur lapidar geschrieben, das man die SWS als ein wirtschaftlich verantwortungsvolles Unternehmen kenne. Von den Grünen habe ich noch keine inhaltliche Rückmeldung erhalten.

Anbei die  Teilniederschrift_oeffentlich_Speyer 100% regenerativ

Hier der Inhalt der Mail:

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Sehr geehrte Fraktionsvorsitzende des Stadtrates Speyer,

Mit Interesse verfolge ich das Thema der alternativen Energieerzeugung. Über einen Beitrag des SWR bin auf die Stadtwerke aufmerksam geworden.  (hier der Link  https://www.youtube.com/watch?v=4QEkJu3ayjI)
Weitere Informationen beziehe ich über die Internetseiten der AGORA Energiewende und Vernunftkraft sowie aus der Presse. Sehr empfehlen kann ich den Beitrag von Dr.-Ing. Detlef Ahlborn vom 7.11.2014

An Fr.Sachweh, Pressesprecherin der SWS, hatte ich einige Fragen zur Rentabilität der von den SWS betriebenen und geplanten Windräder gestellt. Den kompletten Mailverkehr habe ich als PDF angehängt.

Hier die letzten Fragen an Fr.Sachweh:

  • Wie wurden die Windgeschwindigkeiten der Standorte in der Planungsphase gemessen und speziell wie lange wurden die Geschwindigkeiten gemessen?
  • Wie sind die tatsächlichen aktuellen Stromgestehungskosten der SWS Windräder?
  • Wie hoch sind die Volllaststunden der einzelnen Windräder?
  • Weiterhin gibt es die Aussage, dass alle Windräder südlich der Achse Hannover –> Harz nur unrentabel zu betreiben sind. Wie stehen die SWS zu dieser Aussage?
  • Die Gebiete der Windräder befinden sich in einem Schwachwindgebiet (Windzone 1). Ist dies richtig? Wenn ja, sind die Windräder für Schwachwind ausgelegt?

Aus meiner Sicht würde schon ein Vergleich, der in der Planung zugrunde gelegten Volllaststunden, zu den tatsächlichen Volllaststunden ausreichen.

Leider wurden von Frau Sachweh keine meiner Fragen zur Planung beantwortet. Begründet wurde dies damit, dass die SWS nur dem Gesellschafter betriebswirtschaftliche Daten zur Verfügung stellen dürfen.  Das mag in der Privatwirtschaft sicher sinnvoll sein, aber bei Stadtwerken muss der Bürger über Gebühren für Verluste aufkommen. Oder sehe ich das falsch ?  Bei einem privaten Unternehmen kann ich den Anbieter wechseln und die Sache ist für mich erledigt. Es ist auch bemerkenswert, wenn Fr.Sachweh schreibt: „Das bedingt Investitionen, die sich nicht zwangsläufig in mittelfristigen Zeiträumen „rechnen“. Wenn sich die Windräder mittelfristig nicht rechnen, weshalb sollen diese sich dann langfristig rechnen?

Wenn man dann noch die unbeantworteten Fragen hinzu zieht, lässt dies Raum für Spekulationen. In der Presse wurde in den letzten Monaten des öfteren berichtet das 1/3 der Windräder unrentabel sind. Betrifft das auch die SWS-Windräder?

Mir geht es dabei nicht um die politische Entscheidung Windräder zu betreiben, hierzu ist in Deutschland ja schon lange keine sachliche Diskussion mehr möglich.  Wenn aber schon die politische  Entscheidung getroffen wird auf alternativen Energieerzeugung zu setzen, sollte zumindest eine sorgfältige Planung erfolgen, die auch betriebswirtschaftliche Gesichtspunkte einbezieht.

Da auch ein Großteil der SWS Investitionen in die WFS Windkraft für Speyer GmbH & Co. KG fließen, spielt die Rentabilität der Windräder schon eine gravierende Rolle und hat in Zukunft Auswirkungen auf das Jahresergebnis der SWS. Es besteht schon vom Geschäftsjahr 2012 auf 2013 ein Rückgang von ca. 0,9 Mio. € des Betriebsergebnisses. Wie ist dann die weitere langfristige Entwicklung des Betriebsergebnisses, wenn die größten Investitionen unrentabel sind?

Mir geht es darum, dass die Bürger von Speyer auch über die Planung, Kosten und Konsequenzen (auch negative) des Beschlusses vom 02.11.2010 „Speyer 100 % regenerativ“ informiert werden. In der Niederschrift der Stadtratssitzung vom 02.11.2010 ist mehrfach die Rede vom Einbinden des Bürgers, dies sollten Sie nun einlösen. Es würde mich freuen, wenn Sie das Thema bei den entsprechenden Gremien thematisieren und dem Bürger auch die tatsächlichen Kosten/Konsequenzen bereitstellen.

Über eine Rückmeldung würde ich mich freuen.

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